In Bulgarien freigelassener Mönchsgeier verschwindet unter verdächtigen Umständen in Österreich
Ein junger Mönchsgeier (Aegypius monachus), 2024 in Spanien geschlüpft und von der spanischen Organisation GREFA nach Bulgarien gebracht, wurde 2025 im Projekt LIFE Rhodope Vulture in den Rhodopen an der bulgarisch-griechischen Grenze freigelassen – in der Landschaft, in der auch unser Standort Topolovo an der Arda liegt.
Im Sommer 2026 zog der Vogel in die österreichischen Alpen und hielt sich dort mit Gänsegeiern auf. Anfang Oktober saß er im Großarltal (Pongau, Salzburg) auf seinem Schlafbaum, als der GPS-Sender plötzlich ungewöhnliche Bewegungen aufzeichnete. Danach bewegte sich das Signal entlang einer Straße talabwärts und endete in der Salzach.
„Its GPS transmitter was found in the Salzach River with its harness cut“– BSPB, 29.10.2026
Der Vogel selbst wurde bisher nicht gefunden. BirdLife Österreich vermutet einen illegalen Abschuss, bestätigt ist die Todesursache nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt und untersucht Sender und Geschirr auf Spuren. BirdLife Österreich, Nationalpark Hohe Tauern, Vulture Conservation Foundation, BSPB und Rewilding Rhodopes fordern, jeder Spur nachzugehen. Laut österreichischen Medien wäre es der erste bestätigte Abschuss eines Mönchsgeiers in Österreich.
„Losing even one bird to illegal killing is a serious setback for these efforts“– Dr. Dobromir Dobrev, BSPB
Quellen: BSPB · ORF Salzburg · Salzburg24